Zwei Jahre nachdem im Salzburger Spitzenfußball durch den Einstieg von Red Bull die Karten neu gemischt wurden, war auch in der Anhängerschaft kein Stein mehr auf dem anderen. 2005 verabschiedete sich der violette Herzensklub aus der Bundesliga, die traditionelle Austria wurde für den Fortbestand von den Fans neu aus der Taufe gehoben um bereits ein Jahr später, im Sommer 2006 den Spielbetrieb aufzunehmen – in der untersten Spielklasse. Federführend dabei waren die größten bestehenden Fanclubs.

Die 2007 neugegründete Vereinigung Fraternie kämpfte anfangs mit Imageproblemen. 20 Burschen, angetrieben von vielen Visionen für die neue Austria-Ära, agierten auffällig – für den Geschmack vieler oft mit zu viel Bier und zu wenig Kreativität. Über die Jahre hat der Imagewandel, den sich die Gruppe selbst auferlegt hat, aber gegriffen und so steuern die Jungs erhobenen Hauptes dieses Jahr auf ihr 5-jähriges Bestandsjubiläum zu. Die unterschiedlichen Charaktäre in dieser Gruppe können den Fanclub schonmal zum Pulverfass machen. Genau diese Vielfältigkeit zeichnet die Jungs aber auch aus, die hinter dem Fraternité-Transparent stehen. Das Standing in der violetten Fankurve hat sich jedenfalls gebessert, die gemeinsame Leidenschaft für den Verein stärkt den Zusammenhalt ganz von selbst. Damit auch stets für Nachwuchs gesorgt ist, führt die Gruppe auch eine Jugendsektion, die “Loyal Youth”. So ist der Fanclub mittlerweile sehr solide organisiert und nicht umsonst erfreut sich die Fraternité über regen Mitgliederzulauf.

Oberste Priorität hat natürlich weiterhin die Präsenz der Mitglieder bei den Spielen von Austria Salzburg, die tatkräftige Unterstützung der Mannschaft um Fans und den Verein bald wieder zurück in den Profi-Fußball führen zu können. Der Zusammenhalt wird entscheidend sein, ob das gelingt.

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