Der Leidensweg
Der SV Austria Salzburg kann mittlerweile auf eine bald 80-jährige Vereingeschichte zurückblicken. Gegründet 1933 aus dem Zusammneschluss der beiden Salzburger Stadtvereine Hertha und Rapid, konnte der Verein in die nach dem Krieg gegründete Staatsliga aufsteigen. Trotz heftiger Auf -und Abwärtsbewgungen konnte er sich ab den 70′er Jahren fest in der Staatsliga etablieren. In der Folge gerät der Verein allerdings in eine schwere finanzielle Krise. Mehrfach wechseln die Sponsoren, bis mit der Salzburger Sparkasse auch in die Bücher wieder etwas Ruhe einkehrt.Trotz dieser rauhen Zeiten und des fehlenden Budgets des Vereins, kickten die Violetten mit Herzblut und Klasse, so dass sich der SV Austria in diesen Jahren zurecht mit dem modernsten Stadion Österreichs schmücken konnte.
Doch die finanziellen Probleme können nicht endgültig überwunden werden. Bei gleichbleibender Leistung des Vereins, der sich beharrlich im Mittelfeld der Staatlige halten kann, führen die überbordenden Schulden zum endgültigem Kollaps. Mit der Übernahme des Vereins durch “Red Bull” kommt die Salzburger Traditionsgeschichte faktisch zum Erliegen. Entgegen den Hoffnungen der Fans, will der neue Eigentümer einen radikalen Schnitt. Der neue Club behält noch nicht einmal in seinem Nameszug einen Verweis auf seine Historie.
Die Auferstehung
Doch da eine Krise immer auch ein Scheideweg ist, zeigt sich welcher Lebenswille die Fans des FC Austria Salzburg beseelt. Anstelle der Politik des neuen Vorstands zu folgen, beschließen ehemalige Spieler und Fußballbegeisterte sich in einem neuen Verein wiederzuerfinden. Und mit der Saison 2006/2007 kicken die Violetten wieder, wenn auch vorerst in der 2. Klasse. Diese für den Fußball einmalige Story eines Fanclubs, der sich dem Erhalt der sportliche Tradition einer Stadt verschreibt, findet 2010 mit der offiziellen Gründung des Fanclubs SV Austria Salzburg seinen deutlichen Ausdruck. Die bisher noch kleine Stammtrupe von sieben Mitgliedern bietet allerhand für neue Mitglieder. So können Gutscheinkarten erworben werden, die gegen Fanartikel und Eintrittskarten umgetauscht werden können.